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Gottesanbeterin: (Hierodula/Spohdromantis viridis). Haltungsbericht von Konrad Dreizler
Verbreitung: Diese auch fuer den Anfaenger geeignete Art kommt fast in ganz Afrika vor.
Lebensraum: Diese Mittelgrosse Mantidenart bewohnt hauptsaechlich hohe Straeucher und Baeume, wobei die Larven auch am Boden anzutreffen sind.
Groesse: Bei dieser Gottesanbeterin faellt der Groessenunterschied kaum ins Auge. Die Weibchen werden mit 6- 8 cm etwas groesser als die mit 6- 7cm unwesentlich kleineren Maennchen.
Aeussere Merkmale: Die Larven koennen, wie auch die adulten Tiere, gruen oder braun sein. Bei dieser Art stehen die Augen nicht aus dem Kopf heraus, wie bei der Bluetenmantis. Bei dieser Spohdromantis sind auch, wie bei allen anderen Spohdromantisarten, zwei gelbe Punkte an jedem Fangarm an der Innenseite. Die Tiere haben zwei sehr kraeftige Fangarme mit denen sie ohne weiteres auch grosse Beutetiere packen koennen. Die Larven besitzen beim Schlupf eine dunkle Farbe, die bei jeder Haeutung heller wird. Die adulten Tiere besitzen auf jedem Deckfluegel einen kleinen gelben Punkt. Die maennlichen Tiere haben einen laenglichen Koerper und die Fluegel ueberragen den Hinterleib, dagegen haben die Weibchen einen breiteren Hinterleib und die Fluegel reichen gerade bis zum Hinterleib. Sie haben aber viel kraeftigere 
Fangarme. Man kann schon frueh die maennlichen von den weiblichen Larven unterscheiden. Bei genauer Betrachtung erkennt man naemlich den Legevorsatz der Weibchen am Ende des Abdomens, diesen haben die Maennchen nicht. Dafuer haben die Maennchen laengere Fuehler, was man aber erst in einem spaeten Stadium erkennt.
Haltung u. Zucht: Diese Tiere koennen, auch wie die Bluetenmantis, aber nur bis zum 4. Stadium in Heimchendosen gehalten werden, weil sie sonst zu groß werden. Danach kann man die Tiere in kleine, der Groesse entsprechenden Behaeltern halten. Die Behaelter muessen mit kleinen Aestchen ausgestattet sein, auf denen sich die Gottesanbeterinnen festhalten koennen. Die Maennchen koennen zusammen gehalten werden, wobei die Weibchen unbedingt einzeln gehalten werden sollten, weil es sonst zu Kannibalismus kommt. Man haelt die Tiere am besten bei Temperaturen um 30 Grad Celsius, wobei die Temperatur nachts nicht unter 20 Grad Celsius fallen sollte. Man kann die Tiere zwar trocken halten, aber man sollte das Becken einmal am Tag überspruehen. Man kann auch hier das Maennchen ca. 2 Wochen nach der Reifehaeutung hinter das Weibchen halten und warten bis aufspringt. Nach 1-2 Wochen legt das Weibchen einen von bis zu 5 Kokons. Diesen entschluepfen bei konstant 30 Grad Celsius nach 6- 8 Wochen 100- 200 Larven. Diese muessen sofort Drosophila bekommen, weil sich sonst die Tiere um mindestens die Haelfte dezimieren.
Nahrung: Drosophlia, Heimchen, Grillen, Motten, Stubenfliegen. Die Futtertiere muessen mit der Groesse der Gottesanbeterinnen uebereinstimmen.

Diese Angaben sind nur aus meiner eigenen Erfahrung und ohne Gewaehr.
MfG Konrad

 
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